Das Nicht-Treffen

8 Feb

Ich rege mich gerade fürchterlich auf. Eigentlich sollte ich ja in diesem Augenblick bei meiner Hebamme sitzen. Tue ich aber nicht, weil sie 30 Minuten vorher wieder abgesagt hat (ich war natürlich schon auf dem Weg). Sie kann heute nicht. Und zuerst hat sie nicht mal selbst abgesagt sondern die Sekretärin anrufen lassen.
Ich habe ihr gesagt, dass ich darüber nicht gerade begeistert bin, weil bis jetzt jeder Termin abgesagt wurde oder früher abgebrochen und ich mir schön langsam Sorgen mache (etwas, worüber ich heute mit ihr reden wollte), dass sie bei der Geburt dann auch nicht erreichbar ist oder irgendwohin muss.

Ich wusste ja schon bei der ersten Anfrage, dass sie viel beschäftigt ist und kaum noch Geburten macht. Darum habe ich sie in der 6. Woche schon angeschrieben. Nein, sie hat Zeit und wenn sie jetzt noch Geburten macht, dafür umso lieber.

Tja. Auch wenn ich sie mag – wenn ich sie denn mal sehe – hilft mir das nicht weiter, wenn ich mich wie ein Bittsteller fühle um den man sich kümmert, wenn man gerade mal Zeit hat. Davon abgesehen will ich ambulant entbinden. Das heißt, sie soll eine Woche lang jeden Tag zu mir nach Hause kommen. Schwer vorstellbar.

Aber!
Ich habe mir zwar gedacht, so geht das nicht, ich mag das so nicht, ich werde aber keine andere mehr finden und keine Wahl haben als es so zu probieren und im schlimmsten Fall ohne eigene Hebamme im Krankenhaus erscheinen. Ich bin in der 33. Woche. Wo soll man da eine andere herbekommen?

Von der Internetseite des Krankeshauses!

Als ich die gerade angesehen habe, war da das Foto von einer Hebamme drauf (und das war vor ein paar Monaten, bei meiner ersten Suche sicher noch nicht drauf) die ich bei den beiden anderen Geburten zwar nicht bei der Geburt selbst dabei hat, aber von der ich auch teilweise betreut wurde. Eine, die ich sehr mochte. Und die mir in Erinnerung geblieben ist (mehr, als die zwei, die bei den Geburten tatsächlich dabei waren.).
Und die habe ich angerufen. Probieren kann man es ja.
Und man stelle sich vor: sie hat Zeit in 7 Wochen eine Geburt zu machen! Sie trifft sich nächste Woche mit mir.
Sie hat allerdings kein Auto. Aber überhaupt kein Problem mit dem Zug jeden Tag zur Nachbetreuung zu mir zu fahren.

Ich drücke mir jetzt mal selbst die Daumen.

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5 Antworten zu “Das Nicht-Treffen”

  1. daniela 8. Februar 2011 um 12:45 #

    Na das hört sich doch toll an mit der neuen Hebamme! Freu mich riesig für dich. Die andere hat dich ja schon genug Nerven gekostet…

    • 3 ist das neue 2 8. Februar 2011 um 12:56 #

      Ja. Ich bin aber noch etwas Verhalten in der Freude. Ich dachte ja schon einmal, dass ich die Richtige gefunden habe. Von der Einstellung zur Geburt wäre sie es auch gewesen.

      Heute in einer Woche weiß ich es.

  2. frauniepi 8. Februar 2011 um 21:09 #

    sorry, aber das ist echt nicht in ordnung. meine hebammensuche war ja hier auch schon so schwierig. drei mal ist es mir passiert, daß eine zusagte, nur um dann 2 wochen später wieder abzuspringen. das waren dann mit kurzer motivationspause insgesamt 8 verschenkte wochen sucherei.
    und von allen! weiter angefragten hebammen bekam ich dann eine standpauke, warum ich mich erst so spät gekümmert habe. ich fand das verhalten damals schon komisch, aber wenn ich jetzt lese, daß sie dich wieder versetzt hat wundere ich mich nicht mehr. wozu bitte soll ich mir am besten schon vor herzschlag ne hebamme suchen, wenn ich sie dann letztendlich in den letzten zwei wochen vor der geburt auchendlich mal persönlich treffe. wenn es überhaupt soweit kommt.
    ich kann komplett nachvollziehen, daß du dich aufregst.
    umso schöner jetzt natürlich, daß du so schnell eine neue gefunden hast. ich hoffe ihr seid euch sympathisch, denn viel mehr auswahl hast du dann tatsächlich nicht mehr.
    allein für die nachbetreuung hab ich übrigens unendlich viele zusagen bekommen.

    • 3 ist das neue 2 8. Februar 2011 um 22:33 #

      Die Damen scheinen äußerst gelassen zu sein, was man an als Schwangere nicht zwangsläufig ist. Von wegen noch massig Zeit, das kann man ja alles noch irgendwann machen. Aber gerade weil ich mich nicht soo toll fühle, hätte ich gerne das Gefühl, dass da irgendwo jemand ist, der mir zuhört und ein paar Weisheiten dazu hat. (Momentan übernimmt den Part ja Frau Katzenklappe, die mir die Weisheiten ihrer Hebamme weiter gibt.)

      Ich bin schon sehr gespannt auf nächste Woche. Aufgeregt. Aber soweit zuversichtlich, denn bei beiden vorigen Geburten fand ich es ja schade, dass ein Schichtwechsel war und sie dann nicht mehr da war. Solange sie jetzt nicht draufkommt, dass sie doch nicht kann… Wenn ich lese, dass dir dreimal (?!) eine abgesagt hat…

      Nur für die Nachbetreuung würde ich hier in der Nähe ja sicher auch jemanden finden. Bloß kann ich die nicht ins Krankenhaus mitnehmen. (Oder?)

  3. frauniepi 9. Februar 2011 um 10:26 #

    mitnehmen kannst du ja wen du du willst, nur als hebamme handeln darf sie dort nicht. sie hat keinerlei entscheidungsgewalt und ist dann nur beraterin für dich. es sei denn sie gehört zum haus.
    ich glaube mit der neuen klappt es. ein bißchen zuversicht ist nie verkehrt und frau katzenklappe hat in der hinsicht immer die besten ratschläge!

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