36

1 Mär

Die 36. Woche ist da.

Und seit eben ist die Kliniktasche fertig gepackt. Eigentlich ist es ja ein Koffer. Einer, der im Flugzeug gerade noch als Handgepäck durchgehen würde. Größenmäßig. Gewichtsmäßig bin ich mir da nicht so sicher. Ich bin mir auch nicht sicher, ob bis zum Tag X nicht die Reißverschlüsse aufplatzen. Aber den nächstgrößeren zu nehmen… Da glaubt man ja, ich möchte es mir im Krankenhaus häuslich einrichten und nicht nur ein paar Stunden dort sein. Dabei ist echt nur das Nötigste drinnen.

Beim Mädchennamen sind wir keinen Schritt weiter. Ich glaube, das wird auch nichts mehr vor der Geburt. Heimlich hege ich ja die Hoffnung, dass ich dann alle überstimmen kann, weil der einzige Vorschlag von mir gekommen ist und ich mich auf „Funkelnde Sternschnuppe“ oder diverse andere kreative Ideen meiner Tochter nicht einlassen werde. (Werde ich doch nicht, oder?)

Ich bin so aufgeregt. Ein bisschen davon ängstlich, aber auch vorfreudig.
Ängstlich, weil ich nicht weiß, wie das funktionieren wird. Bei den beiden anderen war ich mir sicher, dass es funktioniert. Das bin ich dieses mal nicht. Zum großen Teil liegt es wohl daran, dass ich – entgegen anderen Behauptungen – nicht daran glaube, dass mein Mann dann eine Zeitlang weniger arbeiten wird (eine Woche wird er ganz zu Hause sein, die zweite aber eher schon ab und zu mal etwas arbeiten) und wirklich in der Früh die großen Kinder zum Kindergarten/Tagesmutter bringen wird. Und der Morgen ist jetzt schon unser großes Kampfgebiet um alle rechtzeitig fertig zu bekommen. Mit einem Stillkind, das vielleicht vor der Abfahrt eine Stunde lang trinken möchte, stelle ich es mir nicht unbedingt einfacher vor.
Und auch deshalb, weil alle, alle, die schon Kinder haben und ambulant entbunden haben auf mich einreden, dass ich eine Haushaltshilfe zumindest für die erste  Woche brauche. Dass der Mann sich nur um die Kinder kümmert, aber dass jemand anders das Essen übernehmen MUSS. Anders geht das nicht. Hmm…
Um diesem schlechten Gefühl entgegen zu wirken, koche ich in den letzten Tagen zumindest schon etwas vor und friere ein. Und ich werde meine Mutter fragen, ob sie mal was vorbeibringen kann. Eigentlich habe ich ja gedacht, das reicht?

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12 Antworten zu “36”

  1. frauniepi 1. März 2011 um 22:30 #

    ich fand gerade den morgen sehr schwierig. alles was ich nach einer nicht vorhandenen nacht wollte war ruhe und alles was sohn 1 wollte, war seine mutter. dieses gebrüll! es tat mir immer wahnsinnig leid, aber ich wartet die ganze zeit nur darauf, daß vater und sohn ENDLICH zum kindergarten aufbrechen würden.
    der ehemann ist hier auch nicht sooo sehr der fürsorglichste (was mich betrifft) und im nachhinein hätten wir das alles sicher besser hinbekommen, wenn ich klarere anweisungen gegeben hätte (bei sohn 3 dann). ich denke dennoch, daß es eine gute idee war nicht im krankenhaus zu bleiben. diese eine nacht dort war dank nachbarin, morgengebet, putztupp, check sämtlicher schwestern etc, visite … absolut nicht erholsamer.
    was ich mir beim nächsten kind von freunden wünschen werde ist, daß sie etwas mit den großen unternehmen. alle wollten mir immer das baby abnehmen, gebraucht hätte ich aber jemanden, der pe aus meiner schußlinie nimmt. der arme hat da ganz schön viel ab bekommen. hormone und geschwister sind keine gute kombination.

    • 3 ist das neue 2 2. März 2011 um 21:47 #

      Nein, erholsam wird es zu Hause auch nicht. Trotzdem stelle ich es mir noch angenehmer vor von den eigenen Kindern genervt zu werden (Und jaaa, die Große hat mich in den ersten Tagen nach der Geburt der Kleinen furchtbar genervt. Die war so überdreht und laut. Und ich wollte nur Ruhe, Ruhe, Ruhe.) als von wildfremden Menschen.
      Außerdem mag ich es der kleinen Tochter nicht antun zum ersten mal in ihrem Leben von mir getrennt zu sein und dann tauche ich mit einem anderen Kind auf. Sie ist so sensibel. Weil sie immer lustig und zuckersüß ist, vergisst man da leicht drauf.

      Das mit dem „das große Kind abnehmen“… Da bin ich hin und her gerissen. Sicher wäre es für mich angenehmer. Aber gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht möchte, dass sie sich abgeschoben fühlen und wir alleine sein wollen. Alles. Kompliziert.
      Ich weiß zwar, dass ich nach der Geburt des zweiten Kinds alles nach bestem Wissen und Gewissen getan habe, aber es hätte besser laufen können. Jetzt habe ich noch einen Versuch…

  2. Das Muttertier 2. März 2011 um 22:01 #

    Doch schon die 36. Woche. Wo läuft nur immer die Zeit hin? Ich wünsche Dir, dass jetzt erstmal die Geburt gut läuft.
    Für alles andere was danach kommt, wünsche ich dir, dass Du das vorher (mehr oder weniger) organisieren kannst, damit Du Deinen Kopf frei bekommst. Ich kann als Einzelkindmama da im Grunde überhaupt nicht mitreden, aber ich wäre nach der Geburt fast verhungert zuhause. Der Mann tat was er konnte, aber für Kochen war da einfach kaum mehr Zeit (und ich war zu faul, um vorzukochen). Und das beim 1. Kind.

    Alles, alles Gute!

    • 3 ist das neue 2 4. März 2011 um 12:27 #

      Von wegen „nur“ beim 1. Kind. Das erste ist die größte Umstellung. Da scheitert man an Dingen, die einem beim zweiten im Schlaf ohne Nachzudenken gelingen. Da ist das Baby dann weniger das Problem als das große Kind, das Aufmerksamkeit will.

      Ich habe übrigens gestern, wegen Bauchziehen, aufs Kochen verzichtet und etwas von meinen Schätzen aufgetaut. Schmeckt überhaupt nicht mehr. Ich bin enttäuscht und mir ist die Lust vergangen noch irgendwas vorzukochen.

      • Das Muttertier 4. März 2011 um 20:12 #

        Das macht ja Hoffnung! Vielleicht kann ich mich ja doch noch mit dem Gedanken an ein zweites Kind anfreunden, wenn dann eh fast alles schon „a gmahte Wiesn“ is. 😉

        Das ist ja komisch mit dem Eingefrorenen. Dachte nicht, dass das nach so kurzer Zeit schon an Geschmack verlieren kann (oder hast zur Jahrtausendwende begonnen vorzukochen?) 😉
        Naja, es gibt immer noch diverse Essenszustelldienste, wenn alles Stricke reißen sollten. Ich bin mir sicher, Dein Mann lässt Dich nicht verhungern!

        Ich muss es nochmal sagen: Stella finde ich klasse!

  3. Lalobe 3. März 2011 um 11:17 #

    Ja warum denn nicht „funkelnde Sternschnuppe“? Ein bisserl Latein und frei übersetzt: „Stella Gemma“ (von gemmus, glänzend) und der Vorschlag der Großtochter ist wieder im Rennen! 😉 Genug der Albernheiten, Alles alles Gute!

    • 3 ist das neue 2 4. März 2011 um 12:31 #

      An den Namen Stella habe ich auch schon gedacht. Ich kenne aber eine Erwachsene die so heißt. Und wir wissen ja wie das ist, wenn man jemanden kennt der so heißt.

      Aber vielleicht sollte ich die anderen Vorschläge auch aufschreiben und Du übersetzt sie dann?

  4. frauniepi 3. März 2011 um 11:55 #

    stella ist super.

    • Lalobe 4. März 2011 um 15:28 #

      Ja, das wäre vielleicht lustig! Ob mein Latinum allerding so weit reicht?

      Blöd, wenn man jemanden kennt, der so heißt. Ich habe ja meine Lieblingsmenschennamen schon auf Haustiere versch(w)endet. Das ist fast noch blöder. Wenn ich also iiirgendwannmal die Gelegenheit zur Kinderbenennung haben werde, muss ich überlegen, ob es arg bedenklich ist, solch einen Namen nochmals zu verwenden. 😉

  5. Das Muttertier 4. März 2011 um 20:07 #

    Noch eine Stimme für Stella!

  6. Katja W 4. März 2011 um 20:24 #

    Hm, ich hab‘ ja bei keinem der dreien ambulant entbunden, dachte aber, dass ich auch nach dem letzten nach den üblichen drei Tagen wieder Zuhause sei. War aber nicht, wg. Kaiserschnitt. Aber eine Haushaltshilfe hätte ich auch im Normalfall nicht gehabt. Was wollt‘ ich jetzt sagen? – Ach ja – das ja alles ‚danach‘ vom Geburtsverlauf abhängig ist und damit ja – wie immer – schwer planbar ist.
    Und dass wir uns von unseren Freunden/ Nachbarn keine Geburtsgeschenke für’s Baby (Rasseln und Greiflinge sind schon in ausreichender Menge vorhanden) gewünscht haben, sondern handfeste Mittagessen. 🙂

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