Improvisiert

16 Jun

Improvisiert. So kommt mir unser Leben momentan vor. Was ich auch ganz okay finde, schließlich muss sich erst alles einspielen. Aber so ein klein wenig beschleicht mich die Angst das Gefühl, dass das so bleiben könnte.

Vor allem die Tage (zweimal die Woche), an denen ich mit der kleinen Tochter und dem Sohn alleine bin, sind sehr chaotisch. Ich würde das gerne gefühlt ein bisschen besser hinbekommen, bevor ich gefühlt durchdrehe und eine Lebenskrise bekomme.
Die kleine Tochter ist jetzt zwei Jahre alt. Alt genug, Mätzchen zu entwickeln. Nicht hören zu wollen, grundsätzlich „Nein“ zu sagen, stur zu sein und eine ausgeprägte Gabe für Scheißelkram (ach, Frau Ami, danke für das Wort) zu haben. Und da reagiere ich immer öfters genervt, weil manches eben doch dann passieren muss, wenn ich es sage, weil da noch jemand anders ist, der auch Bedürfnisse hat (und der eh sehr, sehr geduldig ist, aber irgendwann reicht es ihm auch mal).
So darf sie an diesen Tagen meistens, wenn ich den Sohn stille, fernsehen. Was ich hasse. Was ich total blöd finde. Was aber die einzige Möglichkeit für mich ist, sie unter Aufsicht zu haben und zu verhinden, dass ich unterbrechen muss, weil das Kind im Waschbecken steht, 15 Münzen, drei Löffel und einen Zahnpastatubendeckel im Abfluss versenkt hat oder mal beschlossen hat, sich die Windel auszuziehen, die – hoppla – gefüllt war und wo sie dann versucht den Dreck selbst wegzuwischen.

Das andere Nervthema ist das Kochen. Das bekomme ich auch nicht geplant. Ich überlege mir immer erst wenn es an der Zeit ist zu kochen, was ich denn eigentlich kochen könnte. Dann muss es was extra schnelles sein, weil der Sohn zuschaut und die Tochter mithilft (ihr helfen ist aber leider gar nicht so hilfreich).

So. Und jetzt muss ich mittendrinnen aufhören, weil nach mir gerufen wird. Ich stelle es aber trotzdem online. Halbfertige Artikel liegen hier schon genug herum.

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3 Antworten zu “Improvisiert”

  1. Eva 16. Juni 2011 um 21:45 #

    jo. solche tage kenne ich. mach dich nicht verrückt wg des fernsehens. ich nehme mal an, sie schaut KEIN apocalypse now, rambo 1-3 oder ähnliches, deswegen: entspann dich einfach. solche hilfsmittel sind erlaubt!!!
    hab ich auch gemacht. so ist es eben, das leben!
    lg eva

  2. frauniepi 17. Juni 2011 um 20:21 #

    wirklich, wie eva sagt, es ist ok. natürlich hatte man mal andere vorsätze (frag mich!) aber von etlichem kann man sich halt in der realität verabschieden, wenn man selbst nicht auf der strecke bleiben will. du gehst einfach kaputt, wenn du alles im griff haben willst.
    ich tröste mich damit, daß pe nur auf englisch schaut. dann hab ich wenigstens einen kleinen pädagogischen auftrag erfüllt, wenn ich ihn mal wieder mater´s tall tales (cars ableger/jungshaushalt) sehen lasse. einbildung ist alles. 😉

  3. rage 19. Juni 2011 um 20:28 #

    sie olle perfektionistin! ist doch alles egal. unsere kiz mussten heute nach der heimkunft nach einem sehr schönen, sehr anstrengenden tag (für die kiz: viel frische luft, viel laufen), das wohnzimmer aufräumen. und raten sie mal, wie es jetzt aussieht. und wer den tisch noch nciht abgeräumt hat. aber dafür werd ich wissen, wer beim tatort die türkin ermordet hat. und der kleinste sohn hatte seine tägliche ration körperkontakt. undundund. doch, ich werde heute noch aufräumen, weil es mich nervt. und morgen werd ich einen abfallsack nehmen. aber bis dahin schlaf ich trotzdem gut.
    tv ist doof. aber das kind ist zwei. das wird sich sicher ändern. und wir machen hier die erfahrung, dass, je mehr sie tv kucken dürfen, also je weniger wir ein veto einlegen, desto weniger wollen sie. und: man muss doch auch schauen, dass man selbst weniger stress hat, oder? es geht nicht immer nur um politisch korrekt oder pädagogisch wertvoll. es geht auch darum, dass man seine ruhe hat, und in der not frisst der teufel fliegen, nicht? das kind ist zwei. meine tochter ist ein jahr älter; sie braucht den tv als ablenkung für babytrinken nicht oder nur selten. erwarten sie nicht zuviel von ihr. sie muss auch begreifen, dass sie nicht mehr die jüngste ist. und bis dahin: ruhe bewahren, kochplan machen, und fünfe mal grade sein lassen. auch wenns weh tut. 🙂

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