Angst

14 Okt

Ich merke, wie langsam die Angst vor dem Tag der Beerdigung kommt. Noch drei Tage, am Montag Vormittag, ist es soweit.

Ich wollte das so schnell wie möglich erledigt haben, auch wenn so, weil Vormittag z.b. schon mal zwei liebe Freundinnen von mir nicht kommen können.
(Es hätte nämlich auch später sein können und auch ganz anders, als er sich das vorgestellt oder vorbereitet hat. Vielleicht schreibe ich da mal drüber, wenn alles geklärt ist. Momentan sind wir alle etwas fassungslos, wie sehr trauernde Menschen in ihrer schwächsten Zeit ausgenommen werden.)

Einerseits habe ich natürlich Angst vor der Beerdigung an sich. Ob mir das soviel leichter fallen wird als ins Spital zu fahren und meinen toten Vater nochmal zu sehen? Ich bezweifle es.

Und dann spüre ich jetzt schon, wie es mir den Magen zuschnürt vor den Gesprächen, die an dem Tag geführt werden (müssen). Ich habe diese Woche schon zweimal vor dem Haus meiner Mutter wieder umgedreht, weil Freunde meiner Eltern da waren.

Ich dachte, ich kann darüber reden, bis ich festgestellt habe, dass ich es nur kann, wenn ich mir die Situation und die Leute aussuche. Ich kann meine Freunde anrufen, ich kann darüber schreiben (und ich finde Euch da draußen alle so großartig!). Wenn aber zufällig das Telefon klingelt, weil eine alte Schulfreundin die in Deutschland wohnt und zu Besuch ist, sich spontan mit mir treffen möchte oder die Mutter der Schulfreundin meiner Tochter mich umarmt – und überhaupt wird man ständig umarmt (und erst die prüfenden Blicke vom Mann!) – dann fällt mir das Ganze schon nicht mehr so leicht. Dann möchte ich eigentlich schreiend wegrennen.

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