Ein Anruf

23 Dez

Gerade hat mich meine Schwester angerufen. Wie es mir geht. Gut?

(Ich habe gestern schon festgestellt, dass man jetzt, vor Weihnachten, mit der Frage meint, wie es mir mit der Trauer geht. Die Wochen davor dachte ich ja immer, man will wissen, wie es mir damit geht, dabei war es nur smalltalk.)

Anscheinend geht es dem Rest der Familie nicht gut. Mir eigentlich schon – jetzt aber mit schlechtem Gewissen. Es ist für mich so unwirklich, ich verstehe das ganze ja immer noch nicht. Und selbst wenn ich mal nachdenklich werde, ich gebe mich dem nicht hin. Ich verdränge es erfolgreich.
Ist das schlecht? Muss ich da nochmal durch? Ich mag nämlich nicht. Diese Zeit war so furchtbar.
Aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich muss für die anderen traurig sein.

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3 Antworten zu “Ein Anruf”

  1. wunschwolke 23. Dezember 2011 um 10:52 #

    Kann schon sein, dass du da noch mal durch musst. (auch wenn ich es dir nicht wünsche) Aber der Zeitpunkt kommt, oder eben nicht. Fühle dich nicht gezwungen, dass es dir JETZT schlecht gehen muss, weil es bei den anderen vielleicht so ist. Jeder hat sein eigenes Tempo. Jeder trauert anders.

    Und schön, wenn die anderen fragen, aber sie müssen auch akzeptieren, dass es einem auch mal gut geht. *drück dich ganz fest*

  2. fraurage 23. Dezember 2011 um 13:37 #

    trauer hat viele gesichter. so wie deine mutter, deine schwestern, dein bruder (keine ahnung wieviel von wem) ihren weg finden/fanden, so hast du deinen. den kann dir auch niemand nehmen.

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